Geschichte

Das Dorf an der Wümme mit seinen Ortsteilen: Auf der Meente, Breitenfeldermoor und Stelle gehört zum Kirchspiel Ahausen.

Urkundlich wurde Hellwege zum ersten Mal 1275 erwähnt. Da erinnert Bischoff Konrad zu Verden die Bürger von "Hellewede" an ihre geschätzten Abgaben. "Hellewede-Hellwege". Gut 700 Jahre trennen uns heute also von der Aufforderung, unsere Abgaben zu zahlen!

Wie der Name Hellwege zustande gekommen ist? Darüber kann man nur Vermutungen anstellen. 

 

Waren es die hellen Wege oder etwa doch Landsknechte, die hier entlang ihren Heerwegen folgten und somit zur Namensgebung beitrugen?
 Wenn auch erst 1275 urkundlich erwähnt, ist das Dorf Hellwege doch bereits viel früher besiedelt gewesen. Nicht nur überaus zahlreiche Hügelgräber, sondern auch viele Funde aus der Zeit von 2000 bis 1600 v.Chr., Tonscherben und Steinwerkzeug, geben davon Zeugnis.
 Hellwege – ursprünglich ein altes Bauerndorf gelegen zwischen Feldern, Wiesen, Wäldern und der Wümmeniederung im Norden.
 Im Jahre 1911 wurde die erste befahrbare Brücke über die Wümme gebaut, vorher ging der Verkehr bei Speckmann durch die Wümme. 
Kleinere und größere Heideflächen, scheinbar geheimnisvolle Moorgebiete, dunkle Tannenwälder, Birkenhaine und große Buchenwälder prägen unsere Landschaft. Flurbezeichnungen, die aus der Vergangenheit erzählen, haben noch heute Gültigkeit.

 

Die dunkelste Zeit für unser Dorf dürfte neben dem 30-jährigen Krieg, wovon es wenig Überliefertes gibt, der letzte Weltkrieg 1939-1945 gewesen sein, in dessen Verlauf neben englischen und deutschen Soldaten auch mehrere Hellweger Bürger zu Tode kamen und viele Gebäude in Schutt und Asche fielen.

 

Vor der Gebietsreform 1974 war Hellwege von der Fläche her die viertgrößte Gemeinde im Altkreis Rotenburg. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt rund 27,5 Quadratkilometer (10.900 Morgen). Zur Zeit der Spezialteilung und Verkoppelung um 1830 bestand diese zu einem Drittel (3700 Morgen) aus Heideflächen.

Die Größe der landwirtschaftlichen Nutzfläche beläuft sich heute auf 7500 Morgen. Mit 2600 Morgen Wald hat Hellwege relativ viele Waldflächen mit großem Anteil an Buchen- und Eichenwald. 600 Morgen Moor und Heideflächen sowie 200 Morgen Wege und Wasserflächen machen Hellwege zu einer Idylle am Rande der Lüneburger Heide. Der Ort ist daher Anziehungspunkt für zahlreiche Städter, die Erholung suchen und Ihre Freizeit in Hellwege verbringen. Zwei Gaststätten und "Urlaub auf dem Bauernhof" laden zusätzlich Gäste in die Gemeinde ein. 850 Einwohner erfüllen heute unser Dorf mit Leben. Handwerksbetriebe, die Landwirtschaft und unsere Vereine tragen dazu bei, daß der dörfliche Charakter erhalten wird.
1924 war das Gründungsjahr unseres Turn- und Sportvereins und der Freiwilligen Feuerwehr. Im Jahre 1963 entstand beim Gutshof Stelle der Flugplatz "Weser-Wümme" der Flugsportgruppe Focke-Wulf, jetzt FSG Airbus Bremen. Seit 1966 haben wir einen aktiven Schützenverein, der Angelsportverein wurde im Jahre 1983 gegründet. Allesamt garantieren ein aktives Vereinsleben. 
Allein im Jahr 1992 leisteten die 60 aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr 7100 Arbeitsstunden für die Allgemeinheit. 1993 haben sie ein neues Löschfahrzeug bekommen.
 Der Turn- und Sportverein konnte 1990 mit dem Bau einer Turnhalle seinen Mitgliedern optimale Voraussetzungen schaffen. Unsere Tanzgruppe und die Bevölkerung garantiert, dass Erntefest und Volkstanz Bestandteil der Dorfgemeinschaft sind und bleibt. Die Flugsportgruppe Airbus Bremen feierte im Jahre 2010 ihr 50-jähriges Bestehen.
 Seit dem 17. Jahrhundert existiert in Hellwege eine eigene Schule. Die Grundschule bestand bis 1974 im Ort. Seitdem müssen unsere Kinder nach Ahausen, Sottrum oder Rotenburg zur Schule fahren. 
1974 wurde am Friedhof eine Kapelle errichtet, in der Beerdigungen und Gottesdienste stattfinden.    

Unser Kinderspielkreis, der in der ehemaligen Schule untergebracht ist, feierte 1994 sein 10jähriges Bestehen. Nach dem Umbau der Sanitär- und Nebenräume ist aus dem Spielkreis inzwischen ein moderner Kindergarten mit einer Krippengruppe geworden, in dem Betreuerinnen und Eltern aktive Arbeit leisten.

 

Auch wenn unser Dorf in den letzten Jahren gewachsen ist, werden alte Brauchtümer wie z.B. der Ernteumzug und das Aufstellen des Maibaumes nicht vernachlässigt. Denn darüber sind sich alle Hellweger einig: Wir wollen unseren Ursprung beibehalten. Hellwege soll ein Dorf bleiben, in dem die Gemeinschaft ganz oben steht.